GRÜNESBAND
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Wozu ein Grünes Band?

Die Agglomeration Bern zeichnet sich schon heute durch eine hohe Lebensqualität aus, auch dank der unmittelbaren Nähe von hochwertigen Natur- und Kulturlandschaften. Mit dem Grünen Band soll diese Qualität gefestigt, entwickelt und gleichzeitig sichergestellt werden, dass die Siedlung nicht unkontrolliert und undifferenziert weiterwächst. Damit leistet das Grüne Band einen wichtigen Beitrag zur Attraktivität der Gemeinden und ist in dieser Form schweizweit einmalig.

 

Was ist das Grüne Band?

Das Grüne Band ist der Übergangsbereich zwischen dem dichten und urbanen Stadt-, Agglomerationsgebiet von Bern (innere Landschaft) und dem angrenzenden ländlichen Gebiet mit intakten Natur- und Kulturlandschaften (äussere Landschaft). Diese "Übergangs- und Zwischenlandschaften" stellen einen besonderen Landschaftstypus rund um städtische Gebiete dar.

Das Grüne Band vernetzt die Gemeinden rund um Bern mit einem attraktiven Landschaftsgürtel, leistet einen grossen Beitrag zur Wohn- und Lebensqualität der Stadt und Agglomeration Bern und verbindet die städtische mit der ländlichen Bevölkerung durch entsprechende Angebote, Aktivitäten, Projekte, Veranstaltungen und Begegnungen. 

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Aktive Entwicklung und Gestaltung

Das Grüne Band weist ein hohes Potenzial zur Erhaltung und Förderung der Lebens- und Wohnqualität auf. Dies erfordert eine aktive Gestaltung und Entwicklung sowie ein die enge Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Akteuren.

Das Grüne Band soll langfristig der Landwirtschaft, dem ökologischen Ausgleich und der Naherholung dienen sowie das Neben- und Miteinander von Landwirtschaft und Naherholung/Freizeit in diesem vorwiegend grünen Gürtel um die Stadt und Agglomeration Bern unterstützen. Mit dem Grünen Band wird der Raum mit neuen lokalen Angeboten und Erholungsmöglichkeiten, mit Informationen über Bekanntes und weniger Bekanntes, mit Wegweisung und mit dem Schliessen von Lücken im Langsamverkehrsnetz ergänzt.

Die Entwicklungsziele umfassen ein breites Spektrum an Massnahmen: von konkreten Gestaltungsmassnahmen am Siedlungsrand, Unterstützung der Landwirte zur Erhaltung und Pflege der Kulturlandschaft, Aufwertung von Biotopen, Schaffen von Naherholungsangeboten bis hin zu einmaligen und wiederkehrenden Aktivitäten und Angeboten usw.

 Das Grüne Band steht insbesondere

  • für einen Berührungsbereich zwischen Stadt und Land, wo gegenseitige Kontakte gepflegt werden können.
  • für eine offene, zeitgemässe und produzierende Landwirtschaft, die nachhaltig, innovativ und vielfältig die stadtnahe Kulturlandschaft prägt.
  • für Ruhe und stadtnahe Erholung.
  • für lokale Produkte und Angebote.
  • für ein vorbildliches Miteinander von Natur, Landwirtschaft, Tradition, Wohnen und Freizeit.
  • für das Erleben der einzigartigen Kulturlandschaften rings um Bern.

 

Entstehung und Grundidee – hohe Lebensqualität sichern und entwickeln

Das Grüne Band wird als Idee erstmals von der Gemeinde Köniz im kommunalen Raumentwicklungskonzept vom 20. April 2007 beschrieben und anschiessend im „Richtplan Raumentwicklung Gesamtgemeinde RP REGG“ (16. November 2010) behördenverbindlich festgelegt. Die Idee des Grünen Bandes wurde in der Folge von allen Berner Agglomerationsgemeinden aufgenommen und 2011 im «Regionalen Gesamtverkehrs- und Siedlungskonzept» verankert.

Damit das Grüne Band konkret umgesetzt werden kann und eine Wirkung entfaltet, ist dieses im Rahmen der laufenden Ortsplanungsrevision von Köniz räumlich festgelegt und gemeinsam mit der Gemeinde Kehrsatz als konkretes Umsetzungsprojekt gestartet worden.

 

Ein Begriff mit viel Inhalt und Interpretation - Dialog!

Das Grüne Band steht am Anfang seiner Geschichte. Dementsprechend offen ist der Weg seiner Entwicklung. Die Leitplanken und die Stossrichtungen sind definiert. Innerhalb dieser kann sich das Grüne Band mit verschiedenen Schwerpunkten und Inhalten füllen.

Mit der fortlaufenden Umsetzung stellen sich auch immer wieder Fragen: Was genau ist der Inhalt des Grüne Bandes? Wo liegen die aktuell konkreten Schwerpunkte, Handlungsfelder, Potenziale und Probleme? Wie können die Schnittstellen zwischen Siedlung und Landschaft mit hoher Qualität gestaltet werden?

Nicht alle Fragen müssen und sollen von Beginn weg geklärt sein. Das lässt Spielraum offen für einen aktiv zu entwickelnden und zu gestaltenden Zwischenraum zwischen Stadt und Land, einem dynamischen Gebiet der Stadtrandentwicklung mit all seinen Funktionen wie Landwirtschaft, Freizeit- und Sportnutzung, Naherholung usw. Unerlässlich ist der kontinuierliche Dialog zwischen Projektpartnern, Anspruchsgruppen und Projektträgerschaft und die gemeinsame Vision, die bereits hohe Wohn- und Lebensqualität zu erhalten und zu fördern.  

 

Hier finden Sie Medienberichte und weitere Dokumente zum Grünen Band



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